|
Rechts sehen Sie die traditionelle Handlese.
Der überwiegende Anteil unserer Trauben wird aber inzwischen mit
dem Traubenvollernter geerntet. Zahlreiche Untersuchungen decken sich
auch mit unseren Erfahrungen, dass die Ernte mit der Lesemaschine keinerlei
negative Eigenschaften auf den späteren Wein hat. Inzwischen weiß
man, dass Qualitätseinbußen vom Traubentransport mit dem
Maischewagen herrühren. Maischewagen haben einen trichterförmigen
Behälter mit einer Förderschnecke samt nachgeschalteter Pumpe.
Diese Traubenpumpe – gleich welchen Typs – zerreibt Traubenkerne
und Stiele. Hierdurch werden unerwünschte Bitterstoffe freigesetzt.
Um dies zu vermeiden kommen bei uns auch weiterhin nur Bütten,
aus welchen die Trauben äußerst schonend in den Mühlentrichter
gekippt werden, zum Einsatz sowohl bei Hand- als auch bei maschineller
Lese.
Natürlich kann der Vollernter die Handlese nicht vollständig
ersetzen. Beispielsweise wenn im Weinberg ausgelesen wird. Dies ist
natürlich nur von Hand möglich. Aber auch an sehr steilen
Hängen und bei alten Weinbergen stösst die Maschine an ihre
Grenzen.
|


Lese um 1960
In
punkto Atmosphäre kann nichts die Handlese ersetzen. Bei "Weck,
Worscht und Federweißer" geht die Arbeit dabei leichter von
der Hand. Singen ist heute im Gegensatz zu früher kein Muss mehr.
Wer damals sang, konnte nicht gleichzeitig an den kostbaren Trauben naschen
. . .
|
|